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Mai 2015

Änderungen im Erbrecht für Immobilien ab August 2015

Ab dem 17.08.2015 gilt innerhalb der EU die neue Erbrechtsverordnung (ErbRVO). Diese betrifft das Erbrecht, nicht jedoch das Erbschaftssteuer- oder Schenkungssteuerrecht.

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Änderungen im Erbrecht für Immobilien ab August 2015

 

Ab dem 17.08.2015 gilt innerhalb der EU die neue Erbrechtsverordnung (ErbRVO). Diese betrifft das Erbrecht, nicht jedoch das Erbschaftssteuer- oder Schenkungssteuerrecht.

 

Bislang ist das Erbrecht so geregelt, dass das sog. Staatsangehörigkeitsrecht gilt, dh. dass für deutsche Besitzer einer Immobilie in Italien deutsches Erbrecht gilt, unabhängig davon, wo der Besitzer seinen Hauptwohnsitz hatte (es sei denn, er hätte in seinem Testament ausdrücklich die Anwendung italienischen Erbrechts verfügt).

 

Hier bringt die neue EU- ErbRVO eine wesentliche Veränderung; es wechselt vom Staatsangehörigkeitsrecht zum Domizilprinzip: es ist nun im Todesfall zu klären, wo der Erblasser seinen „gewöhnlichen Aufenthalt“ hatte. War dies in Deutschland, kommt deutsches Erbrecht zur Anwendung. War dies in Italien, kommt italienisches Erbrecht zur Anwendung, es sei denn, der Erblasser hat in seinem Testament ausdrücklich deutsches Erbrecht gewählt.

 

Wer in Italien lediglich eine Zweitwohnung unterhält, braucht sich keine große Gedanken zum Erbrecht machen: es gilt immer deutsches Erbrecht. Entweder existiert ein deutsches Testament, dann kommt deutsches Erbrecht zur Anwendung oder es kommt deutsches Erbrecht zur Anwendung, weil der Erblasser seinen gewöhnlichen Aufenthalt eben nicht in Italien, sondern in Deutschland hatte.

 

Hatte der Erblasser jedoch seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Italien genommen, dann kommt grundsätzlich italienisches Erbrecht zur Anwendung, es sei denn, der Erblasser hat im Testament ausdrücklich festgelegt, dass trotzdem deutsches Erbrecht gelten soll.

 

Entscheidend ist also, wo der Erblasser seinen „gewöhnlichen Aufenthalt“ hat. Dieser ist idR dort, wo jemand seinen Lebensmittelpunkt hat. Ein Indiz dafür ist u.a. ein Aufenthalt von mehr als 183 Tagen pro Jahr, aber auch die berufliche Tätigkeit oder die familiäre Verbindung. Entscheidend ist dabei nicht die offizielle polizeiliche Meldung, sondern die faktische Situation.

 

Welches Erbrecht sollte man im Zweifelsfall wählen? Die Frage ist schwer und nur individuell zu beantworten. Grundsätzlich kann man sagen, dass das deutsche Erbrecht mehr Gestaltungsfreiheit als das italienische bietet, zudem kennt sich der Erblasser (und sodann die Erben) im deutschen Recht besser aus und können sich dazu auch leichter in Deutschland beraten lassen. Im italienischen Erbrecht ist das Pflichtteilsrecht stärker ausgeprägt; je höher die Pflichtteilsansprüche ausfallen, um so weniger kann der Erblasser selbst verteilen.

 

Wichtig, und häufig unbeachtet, ist die Rechtslage in Hinblick auf gemeinschaftliche Testamente. Die Form des sog. Berliner Testaments ist nach italienischem erbrecht unzulässig und daher unwirksam. Nach italienischem Recht muss jeder Erblasser ein eigenständiges Testament eigenhändig verfassen.

Unabhängig von der Frage des Erbrechts, das sich mit der Erbrechtsnachfolge beschäftigt, ändert sich mit der neuen ErbRVO nichts in Hinblick auf die Erbschaftssteuer und die Notwendigkeit, in Italien die Erbschaftssteuererklärung (dichiarazione di successione) abzugeben. Hierzu ist in jedem Fall fachkundige Beratung anzuraten.

 

Dieser Artikel wurde uns freundlicherweise von der Schutzgemeinschaft Italien zur Verfügug gestellt.

März 2015

Die Reform des italienischen Katasters

Die Reform des italienischen Katasters nimmt immer konkretere Formen an. Vom 01. Juli 2015 bis Dezember 2019 sollen nun Italiens über 63 Millionen Immobilien auf das neue Katastersystem umgestellt werden.

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Die Reform des italienischen Katasters

Die Reform des italienischen Katasters nimmt immer konkretere Formen an. Vom 01. Juli 2015 bis Dezember 2019 sollen nun Italiens über 63 Millionen Immobilien auf das neue Katastersystem umgestellt werden. Gewiss keine leichte Aufgabe, zumal geschätzte 3 bis 4 Millionen Immobilien in Italien noch nicht einmal über einen beim Katasteramt hinterlegten Grundriss verfügen!

 

Betrachtet man dabei das Ausmaß des Eingriffes, kann man wohl eher von einer Revolution als von einer Reform des Katasters sprechen, denn das bisherige Berechnungssystem des Katasterertrages der Immobilien wird sich radikal ändern: Zur prinzipiellen Vereinfachung des Katastersystems werden die Immobilien zukünftig nur noch in zwei – anstelle der bislang sechs – Katasterkategorien unterteilt. Die Gruppe „O“ steht dabei für gewöhnliche Immobilien, die Gruppe „S“ für spezielle Immobilien. Die Berechnung des Katastertrages einer Wohnimmobilie erfolgt künftig nicht mehr über die Anzahl der Räume, sondern über eine Kombination folgender Messwerte:

  • Geografische Lage
  • Etage
  • Äußeres Erscheinungsbild und Erhaltungszustand
  • Zusatzleistungen wie Fahrstuhl, Terrassen, Fenstergröße, ...

All diese Messwerte zusammen ergeben die Grundlage des Katasterertrags pro Quadratmeter welcher dann mit der Wohnfläche der Immobilie multipliziert wird. Um zu verhindern, das die Summe all dieser –Großteils statistisch erhobenen- Daten bei einzelnen Immobilien zu hohe Katastererträge ergibt, wird das Ergebnis letztendlich pauschal um 30% reduziert.

 

Da es praktisch unmöglich sein wird, alle Immobilieneigentümer zur Vorlage eines Grundrisses für die Berechnung der tatsächlichen Wohnfläche zu zwingen, hat der Gesetzgeber bereits eine national einheitliche Umrechnungstabelle der Wohnräume in Quadratmeter vorgelegt. So wird zum Beispiel ein Wohnraum einer Immobilie in Kategorie A/2 (normale Wohnimmobilie) künftig mit 21 qm berechnet. Da dieses System mit großer Sicherheit zum Nachteil der Eigentümer geht ist es an jedem selbst, einen aktuellen Grundriss in der zuständigen Gemeinde vorzulegen.

 

Für Gewerbeimmobilien wird die Berechnung des neuen Katasterwertes komplexer sein und eher einer direkten Schätzung gleichen. Auch hier wird der Schätzwert anschließend pauschal um 20% reduziert.

 

Fazit

In Italien haben derzeit vor allem hochwertige Immobilien oftmals einen sehr geringen Katasterertrag, welcher in starkem Kontrast zu deren tatsächlichem Marktwert steht. Daher wird erwartet, dass eine Vielzahl an Immobilien nach der Umstellung des Berechnungssystems deutlich höhere Katasterwerte ausweisen werden. Problematisch ist dabei vor allem die Tatsache, dass nahezu alle immobilienrelevanten Steuern bislang auf Basis des Katasterertrages berechnet werden. Die Katasterreform birgt daher leider auch indirekt die Gefahr einer massiven Steuererhöhung.

(Quelle: fiscoetasse.com vom 16.02.2015 und ilsole24ore.it vom 09.03.2015)

 

 

Januar 2015

Stabilitätsgesetz 2015

Das am 30.12.2014 verabschiedete Stabilitätsgesetz 2015 verlängert abermals diverse Fördermaßnahmen für Umbauarbeiten an Immobilien und zieht eine weitere Erhöhung der MwSt in Erwägung.

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Stabilitätsgesetz 2015

Am 30. Dezember 2014 wurde das Stabilitätsgesetz 2015 verabschiedet. Für Immobilienbesitzer ergeben sich keine großen Änderungen:

  • Staatliche Fördermaßnahmen für Umbauarbeiten an Immobilien

    Wie bereits erwartet wurden der Bonus Ristrutturazioni, dank welchem eine Vielzahl an Umbauarbeiten an Immobilien zu 50% von der Steuer abzugsfähig sind; der EcoBonus mit einer Abschreibung von 65% auf Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauches und auch der Bonus Mobili zur Anschaffung von Möbeln und großen Elektrogeräten der Klasse A+ allesamt bis 31.12.2015 verlängert. Zudem wurde nach langem hin und her entgültig festgelegt, dass die maximale Fördergrenze von 10.000 Euro des Bonus Mobili von der Höhe der damit verbundenen Umbaumaßnahmen unabhängig ist. Neu ist dagegen die Erhöhung des Abschreibungssatzes auf 65% für Maßnahmen zur Anpassung an die aktuellen Normen zur Erdbebensicherheit. Dieser lag bisher lediglich bei 50%. Mehr Infos zu diesem Thema finden Sie hier.

  • Komunale Servicegebühr TASI

    Auch für das Jahr 2015 gilt für die im Jahr 2014 neu eingeführte komunale Servicegebühr TASI ein maximaler Steuersatz von 0,25%. Allerdings ist - wie jedes Jahr - auch in diesem Jahr eine Änderung der komunalen Steuern vorgesehen. Ziel ist es, Servicegebühr TASI und Grundsteuer IMU in einer einzigen Abgabe zu vereinen.

Des weiteren beinhaltet das Stabilitätsgesetz bereits einen Fahrplan zur erneuten Erhöhung der Mehrwertsteuer, für den Fall dass trotz spezieller Maßnahmen nicht die erwartete Kostenersparniss eintritt. In diesem Falle würde sich die Mehrweetsteuer ab dem 01.01.2016 in einem ersten Schritt von 10% auf 12% und von 22% auf 24% erhöhen, um dann 12 Monate später, zum 01.01.2017, in einem zweiten Schritt abschließend auf 13% und 25% angehoben zu werden. Da der Immobilienkauf direkt von der Baufirma Mehrwertsteuerpflichtig ist, sollte diese Entwicklung vor allem von Kaufinteressenten im Auge behalten weden!

 

Dezember 2014

Steuerrecht: Antrag auf Ratenzahlung von Steuerschulden jetzt auch online

Ab sofort kann der Antrag auf Ratenzahlung von Steuerschulden auf der Homepage der italienischen Steuereinzugsgesellschaft Equitalia online beantragt werden.

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Steuerrecht: Antrag auf Ratenzahlung von Steuerschulden jetzt auch online

Im Zuge der Aktualisierung der offiziellen Website bietet Equitalia - die italienische Steuereinzugsgesellschaft – einen neuen Onlineservice an: Ab sofort kann der Antrag auf Ratenzahlung von Steuerschulden bis zu 50.000 Euro direkt online beantragt werden.

 

Natürlich kann der Antrag auf Ratenzahlung auch weiterhin an den Schaltern der Niederlassungen oder aber schriftlich per Einschreiben beantragt werden, der neue Onlineservice erleichtert die Prozedur jedoch erheblich. Einfach direkt auf der Homepage von Equitalia den Unterpunkt „Ratenzahlung“ anklicken – auch in deutscher Sprache!

(Quelle: schutzgemeinschaft-italien.de vom 12.12.2014)

 

Dezember 2014

Steuerrecht: Zweite Rate IMU und TASI zum 16.12.2013 fällig

Bis Dienstag, den 16.12.2014 sind die Restzahlungen der Grundsteuer IMU und der lokalen Servicegebühr TASI zu begleichen.

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Zweite Rate IMU und TASI zum 16.12.2013 fällig

Bevor sich das Jahr 2014 verabschiedet, steht für Immobilienbesitzer in Italien wie üblich zum 16. Dezember eine letzte Reihe an Steuerzahlungen an. Während die Grundsteuer IMU weiterhin nur auf als Zweitwohnsitz genutze Immobilien oder aber Luxusimmobilien der Katasterkategorien A1, A8 und A9 zu zahlen ist, muss die Servicegebühr TASI von allen Immobilienbesitzern abgeführt werden. Bei vermieteten Immobilien ist ein Teil der TASI (10-30%) vom Vermieter zu begleichen.

 

Die Berechnung der zweiten Raten ist relativ einfach, da diese in der Regel 50% des bereits im Juli oder Oktober bezahlten Betrages entsprechen. Die Hebesätze sind aber auch auf den offiziellen Websiten der einzelnen Gemeinden veröffentlicht und ganz auf Nummer sicher geht man natürlich wenn man für die Berechnung und Zahlung einen Steuerberaters zu Rate zieht. mehr

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Stand: 02/2014
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