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Ferienvermieter aufgepasst – neue Regeln ab Juni 2017

Freitag, 12. Mai 2017

Dank Vermittlungsportalen wie AirBnb und Homeaway, ist es dieser Zeit einfach wie nie, Kapital aus seinen eigenen vier Wänden zu schlagen. Auch am Gardasee ist dieser Trend nicht spurlos vorbeigegangen und die Übernachtungen im Bereich der privaten Ferienvermietung verbuchen von Jahr zu Jahr größere Zuwächse.

Selbstverständlich unterliegen auch in Italien die Einkünfte aus Ferienvermietungen (Mietdauer von maximal 30 Tagen) der Einkommenssteuer. Diese müssen über eine Abgeltungssteuer oder aber über die Einkommenssteuererklärung angegeben werden. Soweit die Theorie. In der Praxis sieht das leider, wie so oft, anders aus. Stichproben des italienischen Finanzamtes lassen erahnen, dass maximal 25 % der über Ferienvermietung erwirtschafteten Einkünfte auch tatsächlich versteuert werden!

Am 24. April 2017 ist daher neues Gesetz in Kraft getreten, welches der unangemeldeten Vermietung den Kampf ansagt: seit dem 1. Juni 2017 sind es die Vermittlungsagenturen und Vermittlungsportale, die im Namen der Eigentümer automatisch eine Abgeltungssteuer in Höhe von 21 % des Mietpreises an das Finanzamt abführen müssen.

Sicherlich wird es mit dieser Maßnahme nicht gelingen, die unangemeldete Vermietung von Ferienwohnungen komplett zu unterbinden, da zahlreiche Wohnungen lediglich über persönliche Kontakte vermietet werden.,

Die neuen Pflichten der Vermittlungsagenturen im Überblick

  • Vermittlungsagenturen und -portale müssen ab dem 01. Juni 2017 dem Finanzamt, innerhalb einer noch festzusetzenden Frist, jeden neuen Vertragsabschluss übermitteln.
  • Anschließend müssen diese 21 % des Mietertrages einbehalten und anhand des Formulars „Modello F24“ an das Finanzamt abführen. Hat sich der Immobilienbesitzer für die Abgeltungssteuer entschieden, sind keine weiteren Steuern zu bezahlen. Hat er sich dagegen für die Anrechnung auf die Einkommenssteuer entschieden, werden die bereits abgeführten 21 % in der Steuererklärung als Anzahlung berücksichtigt.
  • Zu guter Letzt müssen die Vermittler den Immobilienbesitzern eine Bestätigung über die bezahlten Beträge zukommen lassen.

Die Strafen für nicht oder zu spät überwiesene Steuern belaufen sich zwischen 250 und 2.000 Euro. Immobilienbesitzer, die diese Kanäle zur Vermietung Ihrer Immobilie am Gardasee nutzen, sollten sich daher unbedingt rechtzeitig vergewissern, ob die von Ihnen gewählten Agenturen und Portale diesen Pflichten nachkommen!
(Quellen: ilsole24ore.com; lastampa.it)

Nachtrag Februar 2019

Ursprünglich ging es dem italienischen Staat mit Einführung dieses Manövers primär darum, die großen Onlineportale zur Kasse zu bitten, welche ihre Steuern im Ausland bezahlen. Durch die verpflichtende Abführung der Abgeltungssteuer durch die Portale, und nicht durch die Eigentümer, erhoffte sich das Finanzamt, das tatsächlich von diesen Portalen in Italien erwirtschaftete Umsatzvolumen zu berechnen.

Bis zum heutigen Tag befolgt jedoch keines der großen Portale diese Regel. Wenn Sie Ihre Ferienimmobilie also über internationale Onlineportale anbieten, müssen Sie die Steuern noch immer selbst abführen. Allerdings können auch Sie als Privatperson eine Versteuerung über die Abgeltungssteuer in Höhe von 21 % beantragen. Vermieten Sie mehrere Wohneinheiten in ein und derselben Immobilie, so müssen Sie jedoch beachten, dass Sie alle Wohneinheiten auf die gleiche Art und Weiße versteuern müssen. Es ist also nicht Möglich Wohnung A über die Einkommenssteuer und Wohnung B im selben Gebäude über die Abgeltungssteuer zu versteuern.

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